Controlling - ein Realitätscheck


An der Universität lernt man Controlling als sauberes Steuerungssystem:
klare Datenmodelle, definierte Reportinglinien, strukturierte Entscheidungsprozesse. Kurz gesagt: Konzernlogik.
Die Praxis im Mittelstand sieht oft anders aus.
Controller verbringen einen Großteil ihrer Zeit mit Dingen, die im Lehrbuch gar nicht vorkommen:
- Excel-Strukturen reparieren
- Daten zwischen Systemen zusammenführen
- manuelle Fehler suchen
- Reports erklären, deren Logik nie sauber definiert wurde
Das Problem ist dabei selten der Controller.
Und auch selten das ERP-System.
Das eigentliche Problem liegt oft eine Ebene höher:
Es fehlt die organisatorische Vorstellung, was Controlling eigentlich leisten soll.
Controlling wird dann zur Reportingstelle statt zum Steuerungsinstrument.
Und genau deshalb entsteht der Frust, den viele gute Controller irgendwann erleben.
Nicht weil sie nicht analysieren wollen.
Sondern weil die Organisation gar nicht darauf ausgelegt ist, gesteuert zu werden.



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